Dienstag, 25. Juni 2013

Und der Zeitungsartikel dazu, aber der Arm war nicht Schuld im Diskus :P

Engelmann Zweiter, Strenkert Vierter

Gute Vorstellungen der beiden Main-Taunus-Athleten bei den hessischen Mehrkampf-Meisterschaften.



Darmstadt. 
Mit der Silbermedaille im Zehnkampf kehrte Jens Philipp Engelmann aus Darmstadt zurück. Doch ganz zufrieden war der Mann im Trikot der LG Stadt Hattersheim mit seinen 6486 Punkten trotzdem nicht. „Das war zwar schon deutlich besser als beim Mehrkampf in Gießen, doch ein vor gut zwei Wochen im Arm erlittener Muskelfaserriss behinderte mich arg. Besonders in den Wurfdisziplinen war das kein Vergnügen. So habe ich alleine im Diskuswerfen rund 200 Punkte liegen gelassen und beim Speerwerfen lediglich einen Versuch absolviert“, verriet der Student der Sportwissenschaften.
Engelmann legte bei strammen Gegenwind (-1,5 m/sec.) mit 11,58 sec. über die 100 m los, ließ 6,55 m im Weitsprung folgen, stieß die Kugel auf 13,61 m, schwang sich bei 1,78 m über die Hochsprunglatte und beendete sein Tagewerk mit 51,36 sec. über die 400 m. Damit standen bei „Halbzeit“ 3512 Zähler zu Buche. „Der erste Tag lief eigentlich besser als erwartet“, so der Zeilsheimer in seinem Zwischenfazit. Der zweite Tag begann recht gut mit 15,65 sec. über 110 m Hürden. Weiter ging es mit nur 32,47 m im Diskusring, 3,70 m beim Stabhochsprung, 52,13 m im Speerwerfen sowie 5:04,67 min. über die abschließenden 1500 m.
Mit seiner Leistung überbot der 25-jährige Student locker die vom DLV geforderte Norm von 6000 Punkten für die deutschen Mehrkampf-Meisterschaften Ende August in Lage. „Bei der DM will ich dann auf alle Fälle voll angreifen und die 7000er Marke ins Visier nehmen“, verriet der sympathische Mehrkämpfer. Grundvoraussetzung für eine starken Wettkampf in Westfalen ist eine vollständige Genesung des lädierten Wurfarms, da Engelmann mit Kugel, Diskus und Speer eigentlich seine Stärken hat.
Ebenfalls die 6000-Punkte-Marke für die Qualifikation knackte Sebastian Strenkert. Der für die LG Eintracht Frankfurt startende Neuenhainer hatte wie alle Athleten am ersten Tag mit dem Gegenwind zu kämpfen. 11,69 sec. über 100 m, 6,79 m im Weitsprung, 11,76 m mit der Kugel, 1,75 m im Hochsprung und 53,44 sec. über 400 m standen am ersten Tag zu Buche. Tag zwei begann mit 16,32 sec über 110 m  Hürden bei immer noch heftigem Wind „nicht so berauschend“, so Strenkert, doch danach lief es wieder besser. 33,67 m mit dem Diskus, 3,80 m im Stabhochsprung, 37,78 m mit dem Speer und 5:01,00 min. über 1500 m brachten Strenkert, der mit Jahrgang 1975 ältester Starter im Wettbewerb war, unterm Strich 6077 Punkte ein.

Mit etwas Verzögerung: Die Hessischen Mehrkampfmeisterschaften

Am 15./16.06.2013 hatte ich meine Hessischen Mehrkampfmeisterschaften in Darmstadt. Ich glaube ich war selten so aufgeregt vor einem Wettkampf wie dieses Mal. Ich reiste als Hessenmeister aus den Jahren 2011 und 2012 an und hatte wirklich Schiss, dass ich mich komplett auseinandernehmen lasse. Die Vorleistungen haben mich halt nicht wirklich beruhigen können.
Wie immer in Darmstadt stiegen wir in den Startblock und hatten bei den 100m ordentlich Gegenwind. Nach 11,58s (bei -1,5m/s Wind) war ich im Ziel. Das war schneller als alles was ich diese Saison gezeigt habe. Also konnte ich damit zufrieden sein. Im Weitsprung war es dank dem Wind auch nicht so einfach. Dennoch gelang mir im 2. Versuch ein guter Sprung, der mit 6,55m gemessen wurde. Obwohl es sich laut meinem Trainer um keinen guten Sprung handelte, war im letztlich auch mit dieser Weite äußerst zufrieden. Weiter ging es im Kugelstoßen. Nachdem ich im letzten Wettkampf in Gießen und im Training kein gutes Gefühl mehr bei der Drehstoßtechnik hatte, habe ich mich kurzfristig dazu entschieden, wieder normal anzugleiten. Mit Erfolg. Direkt im ersten Stoß habe ich eine Mehrkampfbestleistung rausgehauen. 13,61m war damit auch der weiteste meiner Versuche und auch hiermit war ich sehr glücklich. Zumal ich froh war, dass mein Arm so gut gehalten hat. Beim Hochsprung lief es dann auch gut. Kein großer Ausreißer nach oben und nach unten, bedeutete 1,78m und damit alles im Soll. Die 400m haben mir dann am meisten Kopfzerbrechen am ersten Tag bereitet. Ich wusste absolut nicht wo ich stehe. Mein Trainer und ich haben uns darauf geeinigt, dass unter 52sek gut wäre. Ende vom Lied: Gut durchgekommen und mit 51,36s eine gelungenen Tag abgerundet. 3512 Punkte bedeuteten hinter einem sehr stark aufgelegten Konstantin Grißmer (3869 Punkte) Platz 2 nach fünf Disziplinen.

Tag zwei begann wieder aus dem Block und somit wieder mit Gegenwind. 110m Hürden liefen gut und ich kam mit 15,65 (bei 2,1 m/s Gegenwind) als erster ins Ziel. Es lief also alles weiter nach Plan und ich befand mich auf einem guten Kurs Richtung 6800 bis 6900 Punkten. Dann kam der Diskuswurf. Am Mittwoch in Wiesbaden noch 43,65m geworfen, habe ich meinen kompletten Zehnkampf in Darmstadt in den Sand gesetzt. Mit erbärmlichen 32,47m habe ich knappe 200 Punkte in einer Disziplin liegen lassen. Das passiert normalerweise über einen ganzen (schlechten) Tag verteilt. Leider war mir das nicht vergönnt. Ich war niedergeschlagen und lustlos und nur noch Vierter. Aber aufgeben war nicht drin. Doch ab da lief es nicht mehr rund. Im Stab hat sich mein Knie gemeldet und es tat einfach von jetzt auf gleich weh. Das Resultat war, dass ich möglichst wenig Sprünge machen und möglichst hoch springen wollte. 3,50m und 3,70m wurden dann auch übersprungen. 3,80m ausgelassen und 3,90m leider nicht mehr gepackt. Kein richtiges Negativergebnis aber 4,00m sollten dann langsam mal fallen. Würde auch dem Kopf gut tun.
Speer war dann die Zitterpartie des Tages. Was macht mein Arm? Hält er den Wettkampf durch? Im Einwerfen wurde mir schnell klar, ich habe genau einen Wurf. Ich war 22 Punkte hinter dem Zweiten. Mein Gedanke war einfach, ob es sich lohnt, dieses Risiko einzugehen und habe mich dazu entschlossen, dass es sich lohnt. Anlauf, Wurf, Aufschrei und Schmerzen der Hölle waren das Resultat. Achja und 52,13m. Der weiteste Wurf bei den Männern. Damit war ich vor dem abschließenden 1500m wieder auf Platz 2 und habe diesen Platz auch verteidigt. Mit 5:04 Minuten kam ich auf  6486 Punkte. Noch nicht optimal, aber ich war letztlich zufrieden. Um zu gewinnen hätte ich meine Bestleistung deutlich verbessern müssen und dafür war ich noch nicht fit genug. Herzlichen Glückwunsch aber an Konny der zwei starke Wettkampftage zeigte und 7129 Punkte machte.









Ich freue mich jetzt auf die Deutschen Meisterschaften in Lage im August. Bis dahin bekommt der Arm eine längere Pause und ist dann hoffentlich wieder komplett ausgeheilt. Ziel immernoch: 7000 Punkte!

Donnerstag, 13. Juni 2013

Das Ärmchen hält und zwar mit bums

Nach zweieinhalb Wochen Pause für meinen Faserriss im Arm und dem Hintergedanken, dass am Wochenende die Hessischen Mehrkampf anstehen und ich nicht wusste ob Werfen wieder geht, habe ich mich dazu entschlossen in Wiesbaden bei einem Abendsportfest vorab mal zu testen. Außerdem habe ich mich für die 100m gemeldet, bin aber wegen Zeitplanüberschneidungen nicht gestartet. Volle Konzentration also für die 2kg- Scheibe. Und es hat sich ausgezahlt. Bereits das Einwerfen lief gut und ich hatte keine Schmerzen im Arm. Dann der erste Versuch und gleich Saisonbestleistung rausgehauen. 43,65m, die drittbeste jemals von mir geworfene Weite. Nachdem der zweite Wurf ungültig war, konnte ich im dritten wieder exakt 43,65m bestätigen. Alle Würfe haben sich einfach super angefühlt. Im Endkampf habe ich dann wieder zwei über 40m gehabt und einen ungültigen. Alles in allem sprang der zweite Platz raus und damit war ich einfach super zufrieden. Da machts dann auch wieder richtig Spaß. Der Beweis:

 
 
Das Balboa- Teammitglied Sarah ist auch gestartet. Nach 3000m ist sie als schnellste Frau in ihrem Lauf 7sek. schneller gewesen als ihre vorherige Bestleistung. Sauber und Glückwunsch!!!
 Also ein sehr Erfolgreicher Abend fürs Team. Jetzt gilts am Wochenende diesen Positivtrend weiterzuführen.
 
Daumen drücken angesagt :)

Montag, 10. Juni 2013

Irgendwie schwindet der Spaß

Guten Morgen liebste Leser,

nachdem die Sonne die ganze Woche über um die Wette gestrahlt hat, kam pünktlich zum nächsten Wettkampf der Regen wieder raus. Blitz und Donner haben dazu geführt, dass die Verantwortlichen den Wettkampf in Egelsbach immer wieder unterbrechen mussten.



 Ich habe mich nach dem Wettkampf letzte Woche wieder gut gefühlt und gehofft, dass mir der Wettkampf bestätigt, dass ich wieder Leistung bringen kann. Doch wie heißt es so schön: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Die 100m waren ähnlich langsam wie bei meinem Zehnkampf in Gießen. In 11,66s bin ich über die Ziellinie gelaufen. Weiter ging es mit den 200m, die ich in 23,30s lief. Letztes Jahr zur selben Zeit bin ich in Wiesbaden eine 22,86s gelaufen. Obwohl die Kraftwerte stimmen und ich mich auch nicht langsam fühle gehts trotzdem nicht so schnell nach vorne wie ich es mir erhoffe. Schlimmer sieht es nur bei den Sprüngen aus. Nachdem ich dieses Jahr in der Halle schon 1,85m und draußen 1,80m gesprungen bin, reicht es im moment nichtmal ansatzweise zu diesen Höhen. Mit 1,71m habe ich den Wettkampf auch schon wieder verlassen. Immerhin die Anfangshöhe bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften wäre damit geschafft. Nicht mehr und nicht weniger. Jetzt wollte ich wenigstens im Weitsprung beweisen, dass ich es noch kann. Pustekuchen. Die ersten Sprünge haben sich Katastrophal angefühlt und auch die Weite um die 5,80m haben dies bestätigt. Im Endkampf kamen dann die Sprünge bei denen ich ein nicht ganz so schlechtes Gefühl hatte. Doch auch die gingen nur auf maximal 6,09m. Wieder eine tiefe Enttäuschung und so langsam vergeht mir der Spaß an der ganzen Sache. Jeden Tag auf dem Platz stehen für nichts, ist einfach nur depremierend. Aber was soll man machen. Aufgeben gibts nicht. Saisonhöhepunkt ist im August und bis dahin werd ich hoffentlich wieder fit sein. Hoffen wir das Beste.

Am Wochenende dann die Hessischen Mehrkampfmeisterschaften. Mal sehen was da geht. Ich halt euch auf dem Laufenden.

Beste Grüße vom Jensemann


Sonntag, 2. Juni 2013

Es geht doch!

Aloha meine lieben,

am Wochenende fanden die Hessischen (Wind-)Meisterschaften statt. Da mein Arm ja ein wenig pausieren darf, bin ich nur am Sonntag über die 110m Hürden in den Startblock gestiegen. Und es lief endlich mal wieder einigermaßen gut. Mit 15,58s (sowohl im Vorlauf als auch im Endlauf) bin ich 4. geworden. Die Zeit hat gepasst, der Lauf noch nicht ganz. In beiden Läufen hab ich hinten raus Mähdrescher gespielt und einige Hürden und mein Knie auf Belastbarkeit geprüft. Alle haben den Test bestanden, allerdings hat dadurch die Zeit deutlich gelitten. Das macht natürlich Mut und wieder Lust auf mehr.
Sarah ist über die 1500m und 5000m gestartet. Vor allem über die 5000m hat sie einen riesen Satz nach vorne gemacht. Bestzeit über 20sek. verbessert und den coolsten aller Plätze erreicht, den 4.! Glückwunsch!!!

.Nächste Woche Sonntag gehts in Egelsbach über 100m/200m und Weit an den Start.
Und auch da gibts wieder Vollgas!

Jetzt erstmal den restlichen Sonntag genießen und endlich mal mit einem Lächeln im Gesicht, obwohl Wettkampf war :)