Engelmann Zweiter, Strenkert Vierter
Gute Vorstellungen der beiden Main-Taunus-Athleten bei den hessischen Mehrkampf-Meisterschaften.
Darmstadt.
Mit der Silbermedaille im Zehnkampf kehrte Jens Philipp Engelmann aus Darmstadt zurück. Doch ganz zufrieden war der Mann im Trikot der LG Stadt Hattersheim mit seinen 6486 Punkten trotzdem nicht. „Das war zwar schon deutlich besser als beim Mehrkampf in Gießen, doch ein vor gut zwei Wochen im Arm erlittener Muskelfaserriss behinderte mich arg. Besonders in den Wurfdisziplinen war das kein Vergnügen. So habe ich alleine im Diskuswerfen rund 200 Punkte liegen gelassen und beim Speerwerfen lediglich einen Versuch absolviert“, verriet der Student der Sportwissenschaften.
Engelmann legte bei strammen Gegenwind (-1,5 m/sec.) mit 11,58 sec. über die 100 m los, ließ 6,55 m im Weitsprung folgen, stieß die Kugel auf 13,61 m, schwang sich bei 1,78 m über die Hochsprunglatte und beendete sein Tagewerk mit 51,36 sec. über die 400 m. Damit standen bei „Halbzeit“ 3512 Zähler zu Buche. „Der erste Tag lief eigentlich besser als erwartet“, so der Zeilsheimer in seinem Zwischenfazit. Der zweite Tag begann recht gut mit 15,65 sec. über 110 m Hürden. Weiter ging es mit nur 32,47 m im Diskusring, 3,70 m beim Stabhochsprung, 52,13 m im Speerwerfen sowie 5:04,67 min. über die abschließenden 1500 m.
Mit seiner Leistung überbot der 25-jährige Student locker die vom DLV geforderte Norm von 6000 Punkten für die deutschen Mehrkampf-Meisterschaften Ende August in Lage. „Bei der DM will ich dann auf alle Fälle voll angreifen und die 7000er Marke ins Visier nehmen“, verriet der sympathische Mehrkämpfer. Grundvoraussetzung für eine starken Wettkampf in Westfalen ist eine vollständige Genesung des lädierten Wurfarms, da Engelmann mit Kugel, Diskus und Speer eigentlich seine Stärken hat.
Ebenfalls die 6000-Punkte-Marke für die Qualifikation knackte Sebastian Strenkert. Der für die LG Eintracht Frankfurt startende Neuenhainer hatte wie alle Athleten am ersten Tag mit dem Gegenwind zu kämpfen. 11,69 sec. über 100 m, 6,79 m im Weitsprung, 11,76 m mit der Kugel, 1,75 m im Hochsprung und 53,44 sec. über 400 m standen am ersten Tag zu Buche. Tag zwei begann mit 16,32 sec über 110 m Hürden bei immer noch heftigem Wind „nicht so berauschend“, so Strenkert, doch danach lief es wieder besser. 33,67 m mit dem Diskus, 3,80 m im Stabhochsprung, 37,78 m mit dem Speer und 5:01,00 min. über 1500 m brachten Strenkert, der mit Jahrgang 1975 ältester Starter im Wettbewerb war, unterm Strich 6077 Punkte ein.
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